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Das große Zahnen – doch wo sind die Zähne?

Das große Zahnen – doch wo sind die Zähne?

Das Zahnen, die unendliche Geschichte oder bei uns eigentlich eher ein Abenteuer der drei Fragezeichen. Zumindest bei unserem ersten Kind. Alles fing damit an, dass unser Schatz mit etwa acht Wochen angefangen hat, wahnsinnig zu sabbern. Wirklich, es war schlimm. Das Baby war nass, ich war nass und alles andere auch. Es tropfte nur so aus ihm heraus. Ständig und immer. Seitdem weiß ich, dass kleine Halstücher ein super Geburtsgeschenk sind. Denn die wenigsten haben sie, die meisten brauchen sie jedoch bald genauso dringend wie wir damals. Am besten gleich im Dreierpack besorgen. Und davon zwei. Die reichen dann für einen Tag. 

Jedenfalls sagte uns damals jeder, dass der Grund hierfür bestimmt die Zähne sind. Bald schon würde man die ersten Beißerchen sehen können. Nun ja, „bald“ ist ein dehnbarer Begriff. Die Wochen vergingen. Das große Sabbern blieb. Und weit und breit kein Zahn in Sicht. Bald schon gesellte sich Kompanion „orale Phase“ dazu, bei der es zum guten Ton gehört, alles mit dem Mund zu erforschen und darauf herumzukauen. „Das sind bestimmt die Zähne“, hörte ich dann von allen Seiten. Ja, bestimmt. Gesehen habe ich jedoch noch immer keinen.

Wo sind die Zähne denn nun?

Nach sechs Monaten hatte ich die Hoffnung, dass unser Baby nun vielleicht bald einmal durchschlafen würde. Schließlich hatte ich in diversen Ratgebern und Artikeln gelesen, dass dies viele Babys mit einem halben Jahr tun. Viele, unserer jedoch nicht. „Das liegt bestimmt an den Zähnen“, war hier der häufigste Erklärungsversuch. Ich fragte mich so langsam, was eigentlich nicht durch das Zahnen erklärt werden sollte? Dein Kind hat Fieber? Könnten die Zähne sein. Dein Kind hat schlechte Laune? Vielleicht machen ihm die Zähne zu schaffen. Ja, es könnte sein. Vielleicht. Aber wer weiß das schon. 

Das große Warten auf die Zähne ging munter weiter. Nach acht Monaten waren immer noch keine Sicht. Auch nicht nach zehn Monaten. Er sabberte alles voll, er kaute auf allem herum, er schlief schlecht und hatte oft schlechte Laune. Mal aß er wie ein Scheunendrescher, mal wie ein Vögelchen. Mittlerweile hatte ich aufgegeben, erklären zu wollen, warum sich unser Baby so verhält wie es sich verhält. Mögliche Gründe gab es schließlich viele: ein neuer Wachstumschub, Müdigkeit, schlechter Tag, schlechte Woche, oder natürlich die Zähne. Vielleicht auch eine Kombination aus allem.

Das Warten hatte endlich ein Ende

Dann, nach elf langen Monaten, war es soweit: Der erste Zahn spitzte durch. Einfach so, ohne große Ankündigung, mitten in einer Gute-Laune-Phase. Ich konnte es kaum glauben. Nur noch neunzehn Zähne to go! Besser nicht die Luft anhalten….

Natürlich stellte sich mir dann die Frage, ob überhaupt irgendeine Verhaltensweise der letzten Monate auf das Zahnen zurückgeführt werden konnte. Wo der erste Zahn doch so beschwerdefrei das Licht der Welt erblickte? Die Antwort darauf muss ich leider schuldig bleiben. Ich weiß es nicht. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Mittlerweile hat unser erster Sohn alle Zähne und Sohn Nummer Zwei ist mittendrin. Ich konnte nie mit Sicherheit sagen, ob nun bald neue Zähne zu erwarten sind oder nicht. Andere Mütter können das. Wie, ist mir ein Rätsel. Im Ende ist es aber auch egal. Zu wissen, woran etwas liegt, macht die Nächte auch nicht erholsamer, die Tage auch nicht stressfreier oder die Laune besser. Am besten man nimmt es wie es kommt, Tag für Tag und Zahn für Zahn.

Kurzvorstellung Vivabini
Ich bin Silvia, zweifache Jungsmama (2014/ 2016) und wohne im schönen Frankenlande. Vivabini ist mein persönliches Logbuch des Mama-Seins mit all seinen Herausforderungen, Problemen und Möglichkeiten. Tausche mit mir Erfahrungen aus, stöbere durch die besten und schönsten Mama-Gadgets und schmökere durch die Geschichten meiner aufregenden, neuen Mama-Welt: meisten witzig, manchmal nachdenklich, und immer ehrlich.

Link: http://www.vivabini.de/

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